Carl Hansen & Søn

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Børge Mogensen

Børge Mogensen wurde oft „Volksdesigner“ genannt – nicht etwa wegen seiner geselligen, volksnahen Natur, sondern weil er sein Leben lang daran festhielt, hochwertige Möbel zu kreieren, die für alle erschwinglich sein sollten.

Designer bio

Mogensens kreativer Ansatz entsprang dem Wunsch, Gebrauchsgegenstände hervorzubringen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellten und Generationen überdauern konnten. Mit diesem Ausgangspunkt wurde er zu einem der einflussreichsten Möbeldesigner der Nachkriegszeit und zu einer prominenten Figur unter den Designern, die den Begriff "Danish Modern" prägten. Denn Mogensens Ehrgeiz, schlichte, funktionale Möbel aus Holz für den Wohnbereich wie auch für öffentliche Räume zu kreieren, stand - und steht auch heute - im Einklang mit dem in Dänemark herrschenden Verständnis von Design und dem Konzept von "demokratischem Design".

Børge Mogensens Formensprache ist zurückhaltend und stellt starke Konstruktionen sowie Materialien von höchster Qualität in den Vordergrund. Sein Leben lang schwor er auf Massivholz - insbesondere Eiche, Kiefer und Buche - sowie Leder. Aus diesen Materialien entwickelte Mogensen eine ganze Reihe schlichter, funktionaler Möbel, die Menschen dazu einladen sollten, sich frei zu entfalten. Viele werden dies in seinem bekannten Jagdtisch und seiner Liegestuhlserie wiedererkennen.

Auf unnötigen Zierrat und Experimente verzichtete der zielstrebige Designer. Stattdessen setzte er auf visuelle Klarheit. Wenn er sich an den Zeichentisch setzte, wurden die Kästchen seines A4-Karopapiers oft zum Ausgangspunkt seiner Arbeit.

Die stringente und klare Herangehensweise an die Gestaltung seiner Möbel lernte Mogensen von Kaare Klint, einem der einflussreichsten Designer seiner Zeit. Børge Mogensen studierte an Kaare Klints Möbelschule an der dänischen Kunstakademie. Dort nahm er Klints Gedanken über das "unbedingt Notwendige" auf und ließ sich von dessen Grundsatz inspirieren, die Formgebung an die menschlichen Proportionen anzupassen. Laut Klint und Mogensen ist ein Möbelstück dann gut, wenn es visuelle Ruhe und einen nüchternen Funktionalismus ausstrahlt. Im Gegensatz zu Kaare Klint legte Børge Mogensen einen besonderen Fokus auf die Entwicklung von Möbeln, die in ein informelles Ambiente passen und für die moderne Massenfertigung geeignet waren.

Im Jahr 1934 schloss Mogensen seine Ausbildung als Möbeltischler ab. Von Anfang an entwarf er seine Möbel aus Holz und behielt seine Vorliebe für das organische Material während seiner gesamten beruflichen Laufbahn bei. Später studierte er Möbeldesign an der Kopenhagener Fachhochschule für Kunsthandwerk (1936-1938) sowie an der Königlich Dänischen Akademie der Künste (1938-1942). Neben dem Studium war er auch als Mitarbeiter in den Designateliers von Kaare Klint und Mogens Koch tätig, bis er 1942 als Chefdesigner die Leitung des Möbelateliers des dänischen Genossenschaftsverbands FDB übernahm. Hier wurde Mogensen zum Pionier des Konzepts vom "demokratischen Design", und hier entwickelte er eine völlig neue Agenda für modernes Interior Design, bis er schließlich 1950 sein eigenes Atelier gründete. Die Idee war die Entwicklung moderner Möbel, die vor Ort in Dänemark aus dem Holz der nordischen Wälder hergestellt werden konnten.

Im Jahr 1950 erhielt Børge Mogensen die Eckersberg-Medaille und 1971 den Dänischen Möbelpreis. Kurz vor seinem Tod 1972 wurde er mit der C.F.- Hansen-Medaille ausgezeichnet und zum Honorary Royal Designer für Industriedesign an der Royal Society of Arts in London ernannt.

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